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Gruppenfoto der am Projekt beteiligten Personen

Business Rallye

Schülerfirmen tragen zur Berufsorientierung bei.

Die Schülerinnen und Schüler der Gustav-Heinemann-Gesamtschule in Alsdorf sind etwas aufgeregt. Sie sind aber vor allem sichtlich stolz auf die Ideen, die sie jetzt bei einem „Pitch-Day“ im Energeticon vorgestellt haben. „Suncharge“ und „Lightningtree“ heißen ihre Produkte: eine solarbetriebene Hülle für das Smartphone, die das Handy auch aufladen kann, und schicke Lichtobjekte, gebaut aus Holzabfällen. Von der ersten Idee bis zum Prototypen haben die Jugendlichen alles selber entwickelt. Lehrerin Lenka Novotny hat sie dabei begleitet hat und ist begeistert, was sie geleistet haben: „Alle konnten kreativ werden und gemeinsam Lösungen finden. Wer Ideen für eine Schülerfirma entwickelt, lernt viel darüber, was es bedeutet, unternehmerisch zu planen und zu handeln. Es geht aber auch darum, persönliche Stärken einzusetzen und im Team gut zusammenzuarbeiten.“ Drei Monate hatten die Schülerinnen und Schüler im Projekt „Business Rallye“ Zeit, um ein Produkt zu entwickeln, dazu ein Geschäftsmodell zu entwerfen und den Vertrieb zu planen. Dazu gehört natürlich auch, Partner zu gewinnen und die Idee in der Öffentlichkeit vorzustellen.

 

Genau das haben die Jugendlichen beim „Pitch-Day“ im Alsdorfer Energeticon gemacht. Bei ihren Präsentationen ging es nicht nur das Ergebnis, sondern auch über den Weg dahin: Etwa 40 Gästen erklärten die Schüler-Teams, wo Fragen aufgekommen sind und wie sie Herausforderungen bewältigt haben. Im Publikum saßen Eltern und Mitschüler ebenso wie Vertreter des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie und der Junior gGmbH, die die „Business Rallye“ entwickelt hat. Eine Jury mit Mitgliedern aus regionalen Unternehmen, der Industrie- und Handelskammer, der Handwerkskammer und dem Bildungsbüro der StädteRegion Aachen konnte den jungen Unternehmerinnen und Unternehmern Hinweise dazu geben, was gut gelungen ist oder wo noch nachgebessert werden kann. „Wir sind beeindruckt von der Leistung der Schülerinnen und Schüler“, sagt Ellen Lenders von der Industrie- und Handelskammer Aachen stellvertretend für alle Jury-Mitglieder. „Um Projekte wie diese auf die Beine zu stellen, braucht es Initiative, eigenständiges Denken, soziale Kompetenz und Begeisterungsfähigkeit – all das haben sie bewiesen und das würdigen wir.“

 

Hintergrund

Die „Business Rallye“ wird derzeit im Rahmen eines Pilotprojektes an sechs weiterführenden Schulen in NRW durchgeführt. Innerhalb von maximal 16 Unterrichtseinheiten geht es darum, ein Schülerunternehmen zu gründen. Beispiele für Unterrichtsverläufe und Begleitmaterialien bieten eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Umsetzung einer Geschäftsidee. Dabei erlangen die Schülerinnen und Schüler grundlegende Kenntnisse und Schlüsselkompetenzen, die ihnen dabei helfen, ihren persönlichen Lebens- und Berufsweg erfolgreich gehen zu können. An den teilnehmenden Schulen wird im Rahmen der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss – Übergang Schule-Beruf in NRW“ erprobt, ob und wie die „Business Rallye“ fester Bestandteil der Berufsorientierung an Schulen in Nordrhein-Westfalen werden kann. Das Bildungsbüro der StädteRegion Aachen hat den „Pitch Day“ im Alsdorfer Energeticon organisiert.